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Stell dir vor, dir gelingt es mit einem Trick eBooks zu erstellen, die mit wenig Aufwand 3.000 Seiten haben. Mit einem einzigen Kindle-Unlimited-Abo kannst du dieses Buch nun durchklicken und bekommst dafür aktuell 9,90 Euro (3.000 x 0,0033 Euro). Dein Abo hast du damit schon mal drinnen. Bei einem 30-Tage-Probeabo sogar 9,90 Euro Gewinn. Erstellst du nun 100 von diesen Büchern, hast du mit nur einem Abo bereits einen Gewinn von 900 Euro. Findest du 10 Leute, die dir für wenig Geld mit einem Abo deine Bücher durchklicken, dann kannst du sogar richtig Kohle machen. Wir nennen diese Personen einfach mal "Klicker".

"Da ist definitiv mehr Methode dahinter als wir anfänglich glaubten!"

Autorinnen und Autoren sind entsetzt und die Beschwerdewelle bei Amazon wird größer und größer. Doch der Konzern-Riese reagiert nur schleppend. Viele Bücher der sogenannten "Klick-Methode" sind noch da und verursachen einen enormen Schaden.

Methode 1 - Rätselmethode

Im ersten Fall wurden über 100 Bücher mit der sogenannten Rätselmethode erstellt. Bücher mit kurzem Inhalt, die in Wirklichkeit pro Buch und Abonnent gerade mal 0,07 Euro einbringen würden (23 Seiten x 0,0033 Euro), bringen dem Herausgeber dieses Buches fast 10 Euro ein. In der Beschreibung spricht der Herausgeber von einem Bonus. In über 100 Büchern hat er überwiegend das gleiche Rätsel eingebunden. Wenn man die eigentliche Geschichte lesen möchte, dann kann man mit einem Link direkt zu dieser Geschichte kommen. Überspringt damit das Rätsel und sorgt dafür, dass das Zählwerk des Kindle Unlimited System anschlägt.

Methode 2 - Die Leerzeichen- und Umbruchmethode

Ein Buch mit einem Inhalt von 1.400 Wörtern (das macht ein paar wenige Seiten aus) kaufst du und findest einen Link, der dich zur Geschichte leiten soll. Dazwischen: Leerzeichen und Umbrüche. Auch hier werden massiv Seiten gezählt, die dem Herausgeber eine Menge Kohle einbringen. Mit Copy & Paste eine Arbeit von wenigen Minuten.

Methode 3 - Fremdtextmethode

Warum nicht einfach irgendwelche eBook-Richtlinien mit in eBook einbauen? Hört sich auf der einen Seite mal gar nicht so nach einem Trick aus. Der Herausgeber hat jedoch massenweise Seiten erzeugt, in dem er viele Zwischenzeilen erstellt hat, die jeweils immer auch eine Spaltennummerierung haben. Sieht vom Format her beschissen aus, aber diesen Text liest ohnehin keiner. Vielleicht wird sich der eine oder andere Leser wundern, dann aber doch am Seitenanfang den Link nutzen um zur eigentlichen Geschichte zu kommen.

Methode 4 - Die Mehrsprachenmethode

Schreibe ein Roman, übersetze es dann in mehrere Sprachen und binde jede Übersetzung in das zu veröffentlichende eBook ein. Mache dann im Inhaltsverzeichnis, dass diese Geschichte in allen Sprachen verfügbar ist. Um deine Sprache zu wählen, klicke bitte auf deine Sprache. Die ist natürlich die letzte aufgeführte Geschichte im Impressum. Damit überspringst du alle anderen Sprachen und das System von Kindle Unlimited zählt diese Seiten mit. Der Herausgeber verdient damit 10 x so viel wie mit der eigentlichen Geschichte. Prima ist: du kannst dieses Buch in allen Ländern veröffentlichen. Den Text des jeweiligen Landes, in dem du veröffentlichst, setzt du immer an das Ende. Mit Copy & Paste eine Sache von wenigen Minuten.

Man kann davon ausgehen, dass da mehr System dahinter steckt als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Rein rechnerisch lohnt es sich definitiv andere dafür zu bezahlen sich ein Abo zu holen und durchzuklicken. Der Gewinn ist in jedem Fall enorm und durchgeklickt ist schnell. Es ist also sicherlich nicht so, dass nur der reelle Leser durchklickt sondern beauftragte "Abonnenten". Wir haben innerhalb von 2 Tagen insgesamt 6 All-Star-Gewinner gefunden, die nach dieser Methode arbeiten. Das führt den All-Star ad absurdum.

Was verdient man mit einem solchen System? Schwer zu sagen, aber es werden pro Monat einige tausend Euro sein. Man könnte das durchaus mal durchrechnen. 100 Romane á 3000 Seiten (mehr Seiten werden nicht gezählt, da Amazon einen Riegel vorgeschoben hat) bei nur einem "Klicker" bringt ja, wie oben schon erwähnt, fast 100 Euro. Findest du 100 "Abbonnenten" die durchklicken, dann hast du schon 10.000 Euro gemacht. Ist natürlich fragwürdig ob das  organisatorisch geht, aber auch mit weniger "Klickern" machst du noch eine Menge Geld. Und vor allem muss man Bedenken: der "normale" neugierige Leser klickt ja auch noch durch.

Wir haben nur in Deutschland recherchiert, aber auch einen kurzen Blick in die spanische und in die englische Amazon-Bibliothek gemacht. Auch dort gibt derartige Systeme. Rechnet man ein wenig herum, dann kann man davon ausgehen, dass insgesamt vermutlich pro Monat sogar ein Millionenbeitrag damit erwirtschaftet wird. Das sind keine Peanuts, wenn man bedenkt, dass die gesamte auszuschüttende Summe gerade mal ungefähr 11 Millionen Euro betragen. Wohlgemerkt, dass ist nur eine Annahme. Aber so abwägig ist das nicht. Ein Millonenbetrag mit diesem System wäre definitiv einer der Hauptgründe warum die Tantieme pro Seite von Monat zu Monat sinkt.

Wir haben zumindest in Deutschland fleissig gemeldet. Bei insgesamt 12 Autoren haben wir fast 300 eBooks "von der Bildfläche verschwinden" sehen. Darunter bei 6 All-Star-Gewinnern. Viele eBooks sind aber noch da. Und wenn Amazon nicht wirklich reagiert und ganze Accounts sperrt, dann werden die eBooks an anderer Stelle wieder auftauchen.

Fazit: Amazon muss schnellstmöglich handeln, sonst ist das Kindle Unlimited Angebot kaputt gewirtschaftet und ausgebeutet. Diese Systeme schaden nicht nur andere Autoren, die um ihre Tantieme gebracht werden, sondern auch die Leser und Amazon. Wir dachten am Anfang, dass ein paar Herausgeber "den Kohl nicht fett machen". Aber das ist definitiv falsch.

Mehr Infos:

Der Bonus- und der Sprungmarken-Trick: Wie „Autoren“ bei KindleUnlimited Kasse machen (Matthias Matting)

Autoren zeigen sich enttäuscht: der Trick mit den Rätseln

 

Englische Version by Chris McHart

The tricks in KU

Imagine you could create e-books that contain more than 3000 pages, with just a tiny bit of effort. With a single Kindle-Unlimited subscription, you can now click through the book and earn 9,90 € (3000 x 0,0033 €) (USD 10,84). With that, your abo is paid for, and if you have a free  trial month, you already earned 9,90 €. If you create 100 of these books, you can already earn 990€ (USD 1084). If you find 10 people who click through your books (maybe for a bit of money), then you can earn real good money with these ebooks. We’re going to call these people *clickers*

*There’s definitely much more behind this method than we initially believed*

Authors are speechless and the complaints Amazon receives are getting more and more, but the giant is reacting slowly. A lot of books containing the so-called ‘click-method’ are still there, causing a lot of damage.

Method Number 1: Riddles

In this first case, more than 100 books were created with the so-called Riddle-method. Books with short content, that would only earn about 0,07 € (23 pages x 0,0033 €), earn now about 10 €. In the blurb speaks the publisher about a bonus. He included the same or nearly identical riddle in over 100 books already. If you want to read the actual story, then you can jump to it with the help of a link. KU counts the pages nevertheless.

Method 2: Space and Break

You buy a book with about 1400 words (only a couple of pages) and find a link inside that brings you to the story. In between: lots of spaces and page breaks. Again: KU counts the pages, which brings quite a bit of money to the publisher. With copy and paste it’s only work of a few minutes.

Method 3: External Text

Why not simply add e-book guidelines to the e-book? On the first glance, it doesn’t look like a trick that much, but the publisher generated a lot of pages with adding a lot of blank lines, who have a column numbering. Looks like shit, but no one reads that anyway. Maybe a reader or two will wonder, but then they’ll use the link to go to the actual story.

Method 4: Multilingual Method

Write a book, translate it in a lot of languages and then add all the translations to the e-book. Create a table of contents that shows that this story is available in all languages. To pick the right  language, ask the reader to click on the right language. It’s—of course—the last language in the TOC. The reader jumps over all the other languages and KU counts the pages. The publisher earns 10 times as much as with the actual story. Another good point: You can publish the story in quite some languages, just make sure you have the story in the language you’re publishing in at the end of the book.

It’s probably safe to say that there’s a lot more system behind the method than you can see on the first glance. It’s definitively worth to pay others to buy a subscription and click through the books. The earnings are big and clicking through it doesn’t take long. It’s most likely not only readers who click through it, but hired subscribers. We found 6 All Star Winners in only 2 days who work with this method. This reduces the All Stars to a nonsense.

How much can you earn with such a system? Hard to say, but it must be a few thousand Euro every month. If you do the math, 100 novels with 3000 pages (KU doesn’t count more than 3000 pages), earn about 100 € (USD 109) with just one ‘clicker’. If you find 100 people who click for you, then you earn about 10.000 € (USD 10900). It’s the question whether you can organize that, but you make enough with just a couple of clicks as well. Also: the ‘normal’, curious reader clicks through the book as well.

We only researched in Germany, but we took a short look at KU Spain and USA. There exist the same methods. If you do a little math, you see how much damage is done every month. We’re talking millions here. That’s not peanuts, especially when you take into consideration that the whole KPD Direct Fund holds about 11 Million €. Please note, that’s only a suspicion. But it’s not absurd. It would explain why the royalties are dropping from month to month.

We reported 12 authors alone in Germany and over 300 books vanished, with 6 All Star Authors among them. A lot of e-books remain available, though. And if Amazon doesn’t react fast and suspends whole accounts, then the books will appear very fast again.

Amazon has to act fast, before the KU system is broken. These systems don’t only hurt other authors, who lose royalties, but readers and Amazon as well. In the beginning, we thought a couple of publishers don’t do much damage, but that’s definitely wrong.

 

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